08.04.2017​ M/U 107 –PUM 2017 – überraschend schön

Als sogenannter Wiederholungstäter fuhr ich Samstag sehr früh morgens Richtung Osnabrück. Ich freute mich auf einen schönen Lauftag mit vielen LaufFreunden in einer schönen Landschaft. Vor allem auf Birgit, Günter und Helmut freute ich mich, hatten wir doch auf den Philippinen eine schöne gemeinsame Zeit gehabt.

Es klappte alles prima, kein Ticket kassiert, besten Parkplatz bekommen, im Startbeutel gab es schon die erste Überraschung. Ein buntes BUFF! Da muss man mal sagen, für die 40,00€ Startgeld wird einem schon sehr viel geboten. 

Um 8:10 war Briefing, es gab einige Neuheiten, die Strecke musste teilweise geändert werden, da die alte nicht mehr laufbar und abgesperrt war. Deshalb war der Lauf auch 60km lang. Günter beschrieb kurz die neue Strecke und erwähnte noch eine Überraschung… Dafür gab es quasi einen Verpflegungspunkt mehr, weil wir diesen 2x anliefen. Nächste Überraschung war für mich, dass wir sozusagen mit Gottes Segen losgelaufen sind. Ein Pastor – selbst Läufer – hielt eine kurze Ansprache. Das gefiel mir ausgesprochen gut.

Die Startschusspistole war dieses Jahr rosa, es knallte kurz gg. 08:30h, dann schossen wir los. Langsam laufen war angesagt. Am Berg gehen, ansonsten laufen. Wie gewohnt dauerte alles einige Zeit, bis jeder so seinen Platz gefunden hatte und dann war Helmut an meiner Seite, der mich laufend unterhalten wollte.

Die erste Steigung nahm ich noch gelassen hin, aber irgendwie war mir wohl entfallen – und Helmut auch – dass es drei Steigungen waren, bevor wir auf die Strafrunde abbiegen durften. Die Strecke war dieses Jahr trocken und von daher sehr gut zu laufen, runterlaufen meine ich. Dafür fand ich den Aufstieg sehr schwer und wäre fast wieder runter gepurzelt. Wieder oben angekommen hatte ich Puddingbeine und fragte mich, wie ich das wohl noch 5 x überleben sollte…

Es war sehr anstrengend und die Erinnerungen kamen alle wieder, ich hätte ja schon gleich in der ersten Runde fluchen können. War doch gut gewesen, mit Gottes Segen zu laufen und ich verkniff mir übermässiges fluchen. Die beiden Treppen ging ich diesmal ohne mich hochzuziehen, machte nur kurze Dehn- und Verschnaufpausen und ganz wichtig: Nicht nach oben schauen! So war ich immer überrascht, wenn die letzte Stufe kam. Juchhu!

Die neue Etappe gefiel mir ganz gut, man konnte auf die andere Seite sehen, wo man gerade noch gewesen war und sich wundern, dass man so schnell rum war… Dann wartete etwas auf uns, das man schon als etwas tricky bezeichnen konnte, musste man über kantige Steine klettern und auf der anderen Seite wieder runterspringen. Kam besonders gut ab der 3ten Runde! Dann ging es einen kleinen Trampelpfad entlang, der sicher bei Dauerregen auch interessante Lauferlebnisse liefert. Wir zuckelten im Gänsemarsch durch die Pampa.

Dann kam sie die ÜBERRASCHUNG! Erstmal nur ein roter Teppich, eine wahnsinnig schöne Aussicht auf’s Tal und… Eine Stahl-Wendeltreppe, die bei mir Gefühle wie im Scream auslöste. Festklammert am Geländer schob ich einen Fuß vor den anderen. Eierig halt. Nette Einlage, ich hoffte auf Besserung von Runde zu Runde. Danach ging es auf die gewohnten Laufwege und wir freuten uns schon auf den VP. Und die nächsten 5 Runden, hahaha.

Mit dem Rundenzählen kam ich irgendwie nicht klar, logo, bei mir wurden statt 1 gleich 2 Runden angezeigt und das hat mich aber sowas von durcheinander gebracht. Ich bin also 12 Runden gelaufen und fragte mehr als einmal meine Mitläufer, in welcher Runde ich denn wäre. Die machten sich natürlich einen Spass, daraus mich noch mehr zu verwirren. Schlimm, ganz schlimm…

Aber es kam wie es kommen musste, wir gingen in die letzte Runde und die war wahrscheinlich aus gutem Grund die schönste für mich. Helmut lies nichts unversucht mich aufzumuntern und tatsächlich, als ich einmal ganz herzhaft lachen musste, war der Knoten bei mir geplatzt und ich eilte beschwingten Fußes auf der Strafrunde den Anstieg hinauf, nicht ohne mich gebührend von ihr zu verabschieden. Ich war auch fast ein bisschen traurig, als ich ein letztes Mal beide Treppen immer noch freihändig hinaufstiefelte. Wer hätte das gedacht?

Als wir Hand in Hand ins Ziel liefen, war die Siegerehrung schon im Gange. Da die Sonne sich etwas zeigte, saßen alle draussen und klatschen bei unserem Zieleinlauf. Das fand ich sehr schön! Ich war ein bisschen gerührt und natürlich sehr happy über diesen sehr schönen Lauftag. Das Shirt sieht super aus, gab’s auch in Mädchenausführung! Neben der Urkunde wurde mir dann persönlich noch die schöne Medaillie überreicht. Das machen HaWe und Günter immer ganz prima!

Im Anschluß wurden noch 40 Startplätze von anderen Läufen verlost, ich habe aber keinen gewonnen. Gewonnen haben wir sowieso alle, ob nun erster oder letzter… So war ich mit meiner 2ten Teilnahme am PUM sehr zufrieden und bekanntlich sind doch alle guten Dinge 3…

Dankeschön an alle, die mir diesen Tag unvergesslich gemacht haben!



 

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